Was uns antreibt und glücklich macht
Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der vieles schneller gehen muß. Ebenso verlangen wir selbst, das wir alle möglichen Informationen immer schneller bekommen. Obwohl man davon ausgehen müsste, durch die schnelle Verfügbarkeit von Informationen hätte man mehr Zeit als vorher, ist es eigentlich genau andersrum.
Ich habe mein Verhalten rund um die Themen Internet, Fernsehen und allgemein Informationen einmal kritisch hinterfragt und mich mit meinem eigenen Verhalten auseinander gesetzt. Ich bin dabei zu einer interessanten Erkenntnis, bezogen auf mich und mein Leben, gekommen.
Meine Erkenntnis? Weniger ist oft mehr. Weniger im Internet ist oft mehr. Weniger Fernsehen ist oft mehr. Weniger Informationen sind auch manchmal mehr. Ich muss in meinem Blog nicht jeden Tag Dinge aus meinem Leben preis geben. Ich tue dies zwar weil ich Spaß daran habe, fühlte mich aber irgendwann verpflichtet täglich etwas zu schreiben. Warum? Das ist doch mein Leben, da passiert eben manchmal nicht jeden Tag was.
Facebook, wkw, studivz und wie sie alle heißen sind quasi nichts anderes. Ich bin nirgendwo angemeldet. Nicht weil ich keine Freunde habe, sondern weil ich meine Freunde lieber sehe, real vor mir. Und ich keine Lust habe täglich Fremde abzuwehren die ich nicht kenne. Ständiges aktualisieren vom eigenen Profil und ein zur Schau stellen und präsentieren. Letztlich ähnlich wie ein Blog, geben viele doch viel mehr der Öffentlichkeit preis als der Blogger, der einfach seine Gedanken niederschreibt.
Und das Thema fernsehen. Klar, mancher langweilige Abend kann überbrückt werden, manche lieb gewonne Sendung hat sicher jeder von uns. Ich befinde mich grade in einer Phase wo ich all dem nichts abgewinnen kann. Wo es mir nichts ausmacht Dr. House zu verpassen, nicht zu wissen wer bei Big Brother rausgeflogen ist oder was Akte 10 wieder investigativ präsentiert.
Ist es also der richtige Weg, sich überall anzumelden? Jeden zeitraubenden Trend mitzumachen? Ich glaube nicht. Auch wenn man die vorhandenen Netzwerke und Communitys sehr gut nutzen kann um eben jene Informationen zu finden die man sucht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, das man doch irgendwie hängen bleibt. Hängen bleibt um sinnlose Informationen zu lesen, um sich die wenige Zeit auf diese Weise selbst wieder zu nehmen und die wirklich wichtigen Dinge kaum noch Platz in unserem Leben haben.
Ich habe in den letzten Tagen vor der Entscheidung gestanden, blogge ich hier weiter oder lasse ich es. Ebenso die Frage rund um meinen Twitteraccount. Ich habe mich entschlossen weiter zu machen. Aber nicht wie vorher, auf der Jagd nach möglichst vielen Besuchern und neuen Rekorden. In erster Linie schreibe ich doch für mich. Wenn jemanden das was ich schreibe interessiert, freue ich mich darüber, klar. Meine Selbsteinschränkung fällt mir dabei gar nicht mal schwer. Ich möchte mich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren. Welche das sind muß dann am Ende jeder für sich selbst entscheiden...
Denkt dran, life is a bitch
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April 29th, 2010
Life is a bitch? Oh oh, daher auch der Ausdruck: “vom Leben gefickt…” ?
April 29th, 2010
Das könnte durchaus zusammenhängen
Gibt doch auch noch “kein Schwanz ist so hart wie das Leben”
April 29th, 2010
Schön, dass Du weitermachst, freut mich. Noch schöner, dass Du Dich keinem Druck aussetzt.
Mai 2nd, 2010
Klasse das du deinen Blog weiterführst, auch wenn er für meinen Geschmack schon fast zu werblich wird ;D
Jajaa…. Das Internet…. Fluch und Segen zugleich…
Mai 9th, 2010
ich finde auch, dass man nicht überall dabei sein muss. man muss sich halt von dem gefühl befreien, dass man etwas verpasst, und sich auf die wesentlichen sachen konzentrieren.. das ist definitiv besser und spart eine menge zeit!