Die Welt hat Angst vor uns!
Genau das war meine Aussage nach dem 4:0 gegen Argentinien. Wie auch wir, im Garten sitzend, nach einem leckeren Barbecue noch voll gefressen, haben sich Millionen Deutsche und andere Fussballfans weltweit sicherlich verwundert die Augen gerieben. Was haben Schweini, Poldi und Klose denn da gezaubert? Hatte man nach dem 4:1 gegen England kaum Worte für das tolle Spiel, wusste man nach dem Viertelfinal-Triumph kaum etwas zu sagen. Unglaublich, sagenhaft, Wahnsinn. Das waren die Worte die ich im Garten kurz vor Abpfiff hörte.
Egal wie das Spiel gegen Spanien nun ausgeht, was uns diese Nationalmannschaft im Südafrikanischen Winter geboten hat, war wirklich Spitze. Fünf Spiele haben wir gesehen, drei davon waren geprägt von tollem Offensivfussball. Vor England hatten wir Angst, 4:1 weg gefegt. Vor Argentinien hatten wir Angst und Respekt, 4:0 gedemütigt. Was folgt nun gegen Spanien?
Wenn ich ehrlich bin habe ich die Argentinier stärker eingeschätzt als die Spanier. Warum? Weil ich oft den Eindruck habe, die Spanier vergessen vor lauter Ball- und Spielkontrolle das Tore schießen. Bis zum 16-Meter-Raum feines Kurzpassspiel, aber dann wird es schwierig. Und genau das wird unsere Chance sein. Ein Gegner der mitspielt, aber das schießen vergisst. Während wir ebenso, auf Augenhöhe, spielerisch den Ball nach vorne tragen und den Abschluß suchen.
Meine Angst ist gewichen. Respekt vor Spanien, ja. Angst habe ich bei dieser Weltmeisterschaft vor keinem mehr. Vielleicht noch vor einem schlechten Schiedsrichter, aber nicht vor den Spaniern oder den dann hoffentlich auf uns wartenden Niederländern
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