FC.Lächerlich
Eigentlich ist es das perfekte lange Osterwochenende. Urlaub schon ab Mittwoch, quasi jeden Tag Sonne ohne Ende, im Garten noch schnell was gemacht und alles ist perfekt für ein paar schöne Frühsommertage im Garten. Wenn, ja wenn, die Bundesliga nicht wäre. Nach dem am Samstag quasi alle Konkurrenten im Abstiegskampf ordentlich gepunktet hatten, konnte einem schon Angst und Bange werden. Das an sich schon sehr wichtige, direkte Duell gegen Wolfsburg gewann so nochmals an Bedeutung. Und je näher der Spielbeginn in der Autostadt rückte, desto nervöser (ängstlicher) wurde ich. Leider sollte mich mein Gefühl nicht trügen. Was ich gestern Nachmittag zu sehen bekam verschlug mir einmal mehr die Sprache.
Schon während des Spiels stellte ich via Facebook die Frage, warum nur alle anderen Mannschaften scheinbar den Ernst der Lage erkannt haben, nur (wieder mal) die von unserem geliebten FC nicht. Der Begriff Arbeitsverweigerung schwirrte mal wieder schnell in vielen Köpfen. Was die Mannschaft teilweise anbot hatte größtenteils mit Bundesliga nicht viel am Hut. Defensiv meilenweit von den guten Leistungen der beiden vergangenen Jahre entfernt, offensiv fehlen mit Podolski und Peszko zwei wichtige und kreative Spieler. Der zwischenzeitliche Anschluß zum 2:1 war trügerisch, fiel er doch quasi aus dem Nichts und auch etwas glücklich. Aber wieder einmal keimte Hoffnung auf, nur ein Tor Rückstand, Wolfsburg schien sofort anfällig wenn man denn nur mal ordentlich Druck machte. Das man nach dem 3:1 nicht aufsteckte sondern volles Risiko ging ist löblich, angesichts der mittlerweile sehr schlechten Tordifferenz läßt sich jedoch sicher streiten ob dieses hohe Risiko noch gerechtfertigt war.
Halten wir fest: 6 Gegentore in Hamburg, 5 in Ostholland, 4 in Wolfsburg. Der FC ist gerade auswärts mehr willkommener Aufbau- denn ernsthafter Gegner. 15 Gegentore in 3 Auswärtsspielen. Dafür kann und darf es keine Ausreden geben. Einmal mag so ein Spiel passieren können/dürfen, in Serie muss man hinterfragen was da los ist. Doch da wird es schwer, Gründe zu finden. Warum spielen ein Brecko und Lanig so pomadig, warum machen Geromel und Mohamad Fehler die in den letzten zwei Jahren undenkbar schienen? Warum hat man allzuoft den Eindruck, der nötige Wille, die Leidenschaft, der Kampf fehle grade beim FC? Natürlich wird jetzt viel spekuliert. Seit Finke da ist wäre Unruhe. Genau genommen war es die ersten Wochen immernoch ruhig, erst seit der bescheuerten Trainer-Diskussion herrscht wieder große Unruhe im Verein. Die Mannschaft hat drei Matchbälle für den Klassenerhalt kläglich vergeben. In Gladbach, zu Hause gegen Stuttgart und nun in Wolfsburg.
Beim Blick aufs Restprogramm wird mir offen gesagt Angst und Bange. Verliert man auch gegen Leverkusen (was in den letzten Jahren ja eher die Regel war) hat man wohl noch ein letztes Endspiel. Ausgerechnet in Frankfurt, ausgerechnet gegen Christoph Daum. Selbst ein direkter Abstieg ohne Relegation ist nicht mehr auszuschließen, da die Liga in dieser Spielzeit einmal mehr zeigt, das jeder jeden schlagen kann und auf Hilfe von den Großen kein Verlaß ist. Ein Update des Restprogramms im Abstiegskampf gibt es morgen. Wie mein Fazit für den FC ausfällt, da bin ich jetzt schon selbst gespannt drauf
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April 25th, 2011
Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe gestern nach dem Spiel den Kicker-Tabellenrechner bemüht mit der Annahme, dass der FC jedes Spiel verliert. Somit also auch Frankfurt gewinnt. Bei mir landete der FC punktgleich mit Wolfsburg auf dem Relegationsplatz. Wolfsburg auf Platz 15 aufgrund des besseren Torverhältnis.