Die Formel 1 vielleicht doch in Austin
Eigentlich hatte man das umstrittene Formel 1-Rennen in Austin schon ad acta gelegt, doch nun scheint es, als wolle man das Rennen lediglich um ein Jahr verschieben. Allerdings findet im Jahr 2013 bereits ein Formel 1-Rennen auf amerikanischem Boden statt und eine Streichung des New Yorker Grand Prix' ist wohl eher ausgeschlossen. Anfang Dezember soll darüber eine Entscheidung getroffen werden.
Entscheidung im Dezember
Der Weltmeister der aktuellen Saison steht zwar bereits fest, aber es bleibt auch weiterhin spannend, da momentan ganz besondere Sportwetten Formel1-Geschichte schreiben. Gewettet und gerätselt wird über die zukünftigen Austragungsorte und besonders über das Rennen in Texas: Noch in der letzten Woche hatte „Mr.-Formel 1“, Bernie Ecclestone, verlauten lassen, der Grand Prix in Austin werde "hundertprozentig" abgesagt. Seinen Unmut hatte vor allem ein kurzfristiger Baustopp erregt. Aufgrund diverser Querelen und fehlender Verträge wurden die Bauarbeiten und Vorbereitungen zum Grand Prix zunächst eingestellt. Die Verantwortlichen hatten sich zuvor mit dem ursprünglichen Rechteinhaber nicht einigen können. Verhandlungen um Garantiesummen und sonstige Konditionen wurden mehrfach aufgenommen und wieder aufgegeben und nun bleibt erst einmal unklar, ob und wann das Rennen in Austin überhaupt stattfinden wird. Ecclestone hatte seine Muskeln spielen lassen und angekündigt, dass auf der nächsten Sitzung des Motorsport-Weltverbandes Fia am 7. Dezember in Neu Delhi der US-Grand-Prix wieder aus den Kalendern gestrichen würde. Diese Ankündigung scheint wohl aber etwas übereilt gewesen zu sein, wurde doch schon zu viel Geld ausgegeben, um die Strecke in Austin nun vollständig brach liegen zu lassen. Experten vermuten, dass das Rennen lediglich um ein weiteres Jahr verschoben werden könnte, doch in der Saison des Jahres 2013 würde es mit dem Grand Prix in New York zusammenfallen. Wie also die endgültige Entscheidung ausfallen wird, lässt sich weiterhin nur schwer voraussagen. Wir werden also noch ein paar Wochen warten müssen.
Ein möglicher Börsengang?
Und noch eine Nachricht machte dieser Tage die Runde: Bernie Ecclestone machte deutlich, dass ein möglicher Börsengang der Formel 1 wohl nicht auf europäischem Parkett stattfinden würde. Sowohl eine komplette Veräußerung des Unternehmens als auch ein Börsengang würden laut Ecclestone wohl eher in Singapur stattfinden. Der Grund, warum Europa dafür nicht mehr in Frage kommt, liegt in der Vergangenheit. Bereits in den späten 1990ern wurden mehrere Versuche unternommen, die Formel 1 an die Londoner Börse zu bringen. Aus dem Vorhaben wurde allerdings nichts, weil es von der Europäischen Kommission eine Untersuchung gab, in der mögliche wettbewerbswidrige Praktiken ein Thema waren. In Asien fühle sich die Formel 1 ohnehin schon zu Hause, gehören die Veranstaltungen doch stets zu den beliebstesten der Saison.